Da bildete der Herr Gott den Menschen aus Staub vom Erdboden und blies ihm Lebensodem in die Nase. So ward der Mensch zu einem Lebewesen. Nun hatte der Herr Gott einen Garten in Eden gepflanzt; dort ließ er nun den Menschen sein, den er gebildet hatte. Da ließ der Herr Gott einen Tiefschlaf auf den Menschen sinken und als dieser eingeschlafen war, nahm er eine seiner Rippen und füllte sie mit Fleisch. Dann baute der Herr Gott die Rippe, die er genommen, zu einem Weibe aus und brachte sie zum Manne. Allerlei Bäume, lieblich zur Schau und köstlich zur Speise hatte der Herr Gott aus dem Erdboden sprießen lassen. In des Garten Mitte aber den Baum des Lebens und der Erkenntnis von Gut und Böse. Nur von der Frucht des Baumes mitten im Garten sprach Gott: Davon dürft Ihr nicht essen, ja nicht einmal daran rühren, sonst müsst ihr sterben. Die Schlange aber ist schlauer gewesen als des Feldes Tiere alle, die der Herr gemacht hatte. Und so sprach die Schlange zu dem Weibe: Sobald ihr davon esset, gehen euch die Augen auf und ihr seid wie Gott, erkennend Gutes und Böses! Da sah das Weib: Der Baum war köstlich zum Speisen und Wollust den Augen und berückend war der Baum zum Erkunden. So nahm sie von seiner Frucht und aß. Dann gab sie ihrem Mann und auch er aß.